... eine Autorin die das Herz berührt
Christina Wagner

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Söhne und Liebe der Nacht

liebe soehneIhre Herzen sind so kalt wie Schnee, der jedes Jahr die Erde neu bedeckt. Ihre Gesichter wirken magisch und blass wie der Mond, der nachts am Himmel steht. Ein Blick in ihre Augen ist wie ein unendlich tiefer Fall in eine fremde faszinierende und auch Angsteinflößende Welt. Ihrer Schönheit kann man sich eben sowenig entziehen wie der Magie der Sphinx. ... Seine Augen sind der Spiegel seiner geläuterten Seele. Sein einst vereistes Herz schlägt für die Liebe. Sein Gesicht trägt die Züge der Sanftmütigkeit. Sein Lächeln verspricht das Paradies auf Erden. Er ist ein Sohn der Nacht. Ein sanfter Liebhaber ... Seit gespannt, es geht weiter!!!

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Leseprobe

Kapitel 1
Gespenstisch hatte sich an diesem frühen Samstagmorgen Nebel über den Friedhof gelegt und es schien, als würde der stürmische Wind, der an den Zweigen der alten Eichen riss, das blutige Schicksal verkünden, das Lara erwartete. Wie gebannt starrte sie auf den Sarg, den sie vor zwei Wochen selbst ausgesucht hatte. In ihren Händen hielt Lara einen Strauß Rosen, dessen Dornen ihr tief ins Fleisch gedrungen waren. Der Mann neben Lara warf einen besorgten Blick auf das Blut, das über ihre weiße Haut lief. „Lebe wohl, Großmutter“, flüsterte Lara und legte den Strauß auf den Sargdeckel nieder. Ihr Herz krampfte sich zusammen und die Vergangenheit vermischte sich mit der Gegenwart, schon einmal vor zwanzig Jahren hatte sie das Schicksal hierher geführt. Damals stand Laras Großmutter an ihrer Seite, hatte ihre Hand gehalten und ihr Trost geschenkt. Nun war sie fort und mit ihr alle Antworten, die Lara herbeigesehnt hatte. Mit ihrer Großmutter wurde nicht nur Laras letzte Verwandte beerdigt, sondern auch ihre Hoffnung, zu erfahren, warum ihre Schwester im Dunkel einer Nacht verschwunden und nie mehr ins Licht zurückgekehrt war. „Lass uns gehen.“ Behutsam legte Thomas seinen Arm um Lara. Er wusste, dass das im Moment alles war, was er für die Frau tun konnte, für deren Sicherheit er aus einer fernen Welt gekommen war. „Jetzt habe ich niemanden mehr, in dem dasselbe Blut fließt wie in mir.“ Verloren sah Lara Thomas an.

„Möchten Sie dabei sein, wenn wir den Sarg in die Tiefe lassen?“ Einer der Männer, die das Grab ausgehoben hatten, trat an Lara heran. Er und seine Kollegen hatten sich diskret zurückgezogen, aber nun drängte die Zeit, sie hatten an diesem Morgen noch andere Aufträge. „Nein. Ich danke Ihnen, dass ich mich in Ruhe von meiner Großmutter verabschieden konnte.“ „Gern, mein Mädchen.“ Lara atmete noch einmal tief die kalte Morgenluft ein, die ihre Seele durchflutete und sich mit dem Schmerz in ihr vereinte. „Ich bin soweit, gehen wir, Thomas.“ Langsam schritten beide auf das Ausgangstor zu, das man durch die Nebelwand nur erahnen konnte. Halt suchend ergriff Lara Thomas Arm. „Danke, dass du mich begleitet hast, an diesem Morgen, der meiner Großmutter ein neues Zuhause gab.“ „Betrachte mich als Fels in der Brandung“, erwiderte Thomas und schwor sich, dafür zu sorgen, dass dieser Ort nicht auch Laras Zuhause wurde.

Taschenbuch

Paperback,
218 Seiten,
ISBN 978-3-9813435-8-8

Erhältlich bei: mecklenburger-buchverlag.de und mbv-24.de.

Erhältlich beim

Mecklenburger Buchverlag