... eine Autorin die das Herz berührt
Christina Wagner

Bücher

Gestohlene Leidenschaft

gestohlene.leidenschft

In einem schottischen Stadtmuseum hängt das Gemälde von Lady Elisabeth und ihrem Gemahl Lord Draven, einst Herr einer mächtigen Burg hoch oben in den bewaldeten Bergen. Jetzt erzählen nur noch Ruinen vom früheren Glanz des herrschaftlichen Sitzes und den Schicksalen seiner Bewohner. Viktoria aber, die jeden Tag ins Stadtmuseum pilgert, weil sie sich unsterblich in die Augen von Lord Draven verliebt hat, will die Legenden, Liebesabenteuer und dramatischen Ereignisse, die sich vor Jahrhunderten dort abgespielt haben, mit einem Roman in ihre Gegenwart holen.
Sie will Lord Draven, seine Liebe, seine Leidenschaft – für sich.

Das Schicksal meint es gut mit Viktoria - aus der fernen Vergangenheit taucht der Herr über die Zeiten auf, der Magier Ramaja, der für den kinderlosen Lord Draven nach einem fatalen Missgriff namens Olivia gerade eine neue passende Frau aus der Zukunft sucht, Viktoria findet und ihre Zeitreise über mehrere Jahrhunderte zurück in das 18. Jahrhundert einleitet.

Alles könnte also einen glücklichen Verlauf nehmen, gäbe es da nicht die finsteren Widersacher Mervan, den ganz und gar nicht liebevollen Bruder von Lord Draven, und die kalt berechnende, intrigante und machtgierige Olivia, die die Pläne Ramajas heimtückisch durchkreuzen wollen und einen raffiniert eingefädelten Giftmord planen….

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Leseprobe

Kapitel 1
Gegenwart- Schottland
Das leichte Frösteln auf Viktorias Haut hielt sie nicht davon ab, in einer sternenklaren Novembernacht am offenen Schlafzimmerfenster zu stehen und sehnsüchtig hinauf in das Waldgebiet zu schauen, in dem eine einst mächtige Burg im Dornröschenschlaf lag. Der kühle Nachtwind blies sanft durch ihr langes blondes Haar. Wie in jeder Nacht der letzten zwei Jahre wollte sie die sein, die in längst vergangenen Zeiten in diesen Mauern lebte. Sie wollte die sein, die in kostbaren Kleidern rauschende Feste feierte. Und sie wollte die sein, deren Mann ihr die Welt zu Füßen legte - Lady Elisabeth. Doch sie war nur Viktoria, ein Niemand, der in einer Welt ohne Helden lebte. Viktoria atmete tief durch. Sie kannte Lady Elisabeth und ihren Gemahl nur von einem Gemälde, das im Stadtmuseum hing. Täglich trieb es Viktoria dorthin, um in den himmelblauen Augen von Lord Draven zu versinken. Augen, die voller Liebe strahlten und deren faszinierender Blick niemals ihr gelten würde.

Vor zwei Jahren hatte Viktoria beschlossen, einer verfallenen Burg, in deren Ruinen sie als Kind oft spielte, Leben einzuhauchen und deren Bewohner in einem Liebesroman auferstehen zu lassen. Dann stieß sie bei ihren Recherchen auf die Geschichte einer Liebe, die die Menschen noch nach Jahrhunderten in ihren Bann zog und Frauenherzen höher schlagen ließ. Viktoria machte sich keine Illusionen, kein Mann würde für sie in den Krieg ziehen und seinen Rivalen niederstrecken, so wie es Lord Draven für Lady Elisabeth getan hatte, die einem anderen versprochen war. Nun schrieb Viktoria am letzten Kapitel und Wehmut überfiel sie beim Anblick der Burg. Sie musste Abschied nehmen von Lady Elisabeth, Lord Draven und deren leidenschaftlicher Liebe und zurückkehren in ihr eigenes Leben. Bei dem Gedanken daran ergriff Kälte Besitz von Viktorias Herz. In ihrem Leben existierte nichts außer Einsamkeit, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es mangelte Viktoria nicht an Männern, die ihre Nähe suchten. Doch bei keinem dieser Männer fühlte sie Seelenfrieden. Die Kälte der Nacht kroch unter Viktorias Haut und lies sie frieren. Seufzend schloss sie das Fenster. „Was gäbe ich für eine solche Liebe“, flüsterte sie.

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Mecklenburger Buchverlag